
Klimawandel und alpine Naturgefahren – Erkenntnisse aus der aktuellen Forschung
Freitag, 6. November 2026
10 Uhr | Saal 1
Kurzvortrag
Mylène Jacquemart, Glaziologin, Departement Bau, Umwelt und Geomatik, ETH Zürich
Welchen Einfluss hat der Klimawandel auf Naturgefahren in den Alpen? Nach den Murgängen im Tessin und Wallis (2024) und dem Berg- und Gletschersturz im Lötschental (2025), hat auch der Hitzesommer 2026 diese Frage einmal mehr ins Zentrum des öffentlichen Interesses gerückt. Unübersehbar ist, dass der Klimawandel die Alpen drastisch verändert. In den (sozialen) Medien jagt ein Steinschlagvideo das andere; Touren an ikonischen Alpengipfeln werden abgesagt. Seit 2010 haben die Gletscher in der Schweiz 25% ihres Eisvolumens verloren. Der Permafrost erwärmt sich im gesamten Alpenraum messbar. Doch welche Einflüsse haben diese Veränderungen tatsächlich auf Naturgefahren im Alpenraum? Fallen uns die Alpen bald überall auf den Kopf? Und – wie können wir diese Veränderungen überhaupt messen und quantifizieren? Diesen Fragen geht die Forscherin Mylène Jacquemart in diesem Vortrag auf den Grund.
Im Anschluss an die Kurzvorträge gibt es die Möglichkeit für Fragen, Austausch und Gespräche.
